Vor einigen Jahren stand ein Vertreter in meinem Haus. Mit einem Blick auf mein Bücherregal sagte ohne jede Verlegenheit, er habe noch nie in seinem Leben ein Buch gelesen. Offensichtlich ahnte der Bedauernswerte nicht, welche Welten ihm dadurch verschlossen blieben. Heute denke ich, dass ein Lesementor ihn in jüngeren Jahren vielleicht für die Freude am Lesen hätte begeistern können. Für Kinder ist es inzwischen nicht leichter geworden: Smartphones, soziale Medien und Streamingdienste konkurrieren unablässig um ihre Aufmerksamkeit und verkürzen oft die Bereitschaft, sich länger auf einen Text einzulassen. Umso wichtiger sind Initiativen, die dem Lesen wieder Zeit und Raum geben. Deshalb halte ich LESEMENTOR für ein außerordentlich wertvolles Projekt. Allen, die sich dort engagieren, gilt meine volle Unterstützung und Anerkennung.
Günter Krieger, Autor

