Eine Stunde, die verbindet: Persönliche Erfahrungen aus dem Lesementoring

Eine Stunde, die verbindet: Persönliche Erfahrungen aus dem Lesementoring

Eine Stunde pro Woche, ein Kind, ein Mentor. Was nach einem kleinen Einsatz klingt, kann eine große Wirkung entfalten. Das zeigt die persönliche Erfahrung eines ehrenamtlichen Mentors an einer Grundschule.

Seit Beginn der zweiten Hälfte des Schuljahres begleitet er einen Jungen aus der zweiten Klasse im Rahmen einer Eins-zu-ein-Betreuung. Im Mittelpunkt steht dabei nicht nur das Lesenlernen, sondern vor allem die verlässliche Beziehung, die sich zwischen den beiden entwickelt hat. „Der Junge freut sich jedes Mal, mich zu sehen. Das ist für mich das größte Lob“, beschreibt der Mentor seine Motivation. Diese Freude und das Vertrauen seien spürbar und machten jede gemeinsame Stunde wertvoll.

Auch von schulischer Seite wird diese Entwicklung wahrgenommen. Eine Lehrerin bestätigte kürzlich, wie sehr der Schüler von der individuellen Zuwendung profitiert: „Für ihn ist es wichtig, eine feste Bezugsperson zu haben, die sich nur auf ihn konzentriert. Das können wir Lehrkräfte im Schulalltag so nicht leisten“. Dieses Feedback habe ihn besonders bewegt, so der Mentor, weil es die Bedeutung seines Engagements noch einmal deutlich mache.

Die wöchentliche Lesestunde ist damit längst mehr als reine Förderung schulischer Fähigkeiten. Sie gibt dem Kind Sicherheit und Aufmerksamkeit und dem Ehrenamtler das Gefühl, wirklich etwas bewirken zu können. „Zu erleben, dass meine Zeit für ihn einen Unterschied macht, ist ein starker Antrieb, weiterzumachen“.

Das Beispiel zeigt: Lesementoring ist keine abstrakte Idee, sondern lebt von persönlichen Begegnungen. Manchmal reicht genau eine Stunde, um beiden Seiten nachhaltig etwas mitzugeben.

Helmut J., ein Mentor


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